Presse: Verständlich schreiben

„Hinter dem von uns demnächst realisierten Messeauftritt auf der globalen Leitmesse steht das strategisch formulierte Ziel, mit unserer corporategerecht initiierten Brand-Präsentation und mit Hilfe unseres internationalen Netzwerks unter Einbezug unserer Allianzpartner möglichst viele Leads erfolgreich zu generieren und diese, nachdem die Messe abgeschlossen wurde, in konkretes Business zu transformieren.“

Zugegeben, so schlecht wie in diesem fiktiven Beispiel schreibt kaum einer. Aber leider sind immer weniger Firmen in der Lage, sich einfach auszudrücken. Das liegt einerseits daran, dass wir Begriffe aus anderen Sprachen auf zweifelhafte Weise eingedeutscht haben, was nun viele nachahmen: Sinn machen, realisieren oder generieren sind prominente Beispiele. Zum anderen werden Dinge gerne verbal auf ein höheres Niveau gehoben: Das Logo an der Standblende oder die Visitenkarte fallen öfters in die Kategorie „Branding“. Ein bisschen trägt unser Bildungssystem dazu bei, denn oft ist Derjenige ein toller Hecht, der Alltäglichkeiten möglichst kompliziert ausdrückt.

Texte sind auch unverständlich, weil handwerkliche Dinge nicht beachtet werden:

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